*Leben ohne Nix*


Sonntag, 22.4., 20:00 Uhr


Ein Kochkurs mit Götz Bury

Götz Bury hält in der Manier eines erfahrenen Fernsehkoches einen Kochkurs für all jene ab, die sich dem rapid wachsenden Heer des internationalen Prekariates zuzählen, sich ihm anzuschließen beabsichtigen, oder einfach nur mit ihm sympathisieren. In sehr anschaulicher Weise werden Techniken vermittelt, die zum (Über-) Leben unter globalisierten Bedingungen beitragen können.

In seinem Kurs vermittelt Götz Bury grundlegende Kenntnisse, angefangen von der Herstellung eines passenden (Koch-) Outfits (in Anlehnung an Paul Bocuse etwa), über das Schleifen eines Messers aus einem Stück Küchenspühle, dem Schnitzen eines Kochlöffels aus einem alten Palettenbrett, verschiedenen Techniken des Feuermachens - von Methoden aus der Trickkiste der experimentellen Aräologie angefangen, bis hin zu avancierteren Techniken aus dem Repertoire der Grossstadtindianer - bis zur Zubereitung von Speisen wie Sägemehlbrot, Nacktschneckentoast oder Grassuppe. Selbst improvisierte Wasserfiltration und das Brauen von Dünnbier (leider unter Umgehung des Reinheitsgebotes von 1516), sowie das Panschen von Ersatzkaffee, stehen auf dem Programm. Zum Abschluss können noch, beim Paffen von selbstgestopften Zigaretten aus Laub und Gras, Erfahrungen ausgetauscht werden.

Die BesucherInnen werden durch Kostproben verwöhnt.


*G**ö**tz Bury*

In seiner künstlerischen Arbeit befasst sich der geborene Hamburger Götz Bury seit Jahren mit den Erscheinungsformen von Macht. Da er als Künstler weder Seelendoktor, noch Weltverbesserer ist, wie er sagt, verbirgt er diesen ernsten Ansatz hinter einer Fassade aus Humor und Ironie.

In seinem partizipativen Kunstprojekt "Die Traumfabrik" können sich die BesucherInnen mit allen Insignien der Macht, die mit einfachsten Mitteln vorher von Götz Bury hergestellt wurden, selbst inszenieren und dabei fotografieren lassen. Die entstehenden Bilder werden den BesucherInnen mit nach Hause gegeben.

Seine oft bizarr anmutenden Objekte in Form von Gebrauchsgegenständen, wie Lampen oder Garderoben, geben insofern zum Nachdenken Anlass, als sie herkömmliches ästhetisches Formempfinden stören und damit mehr oder weniger starke Verunsicherung bei den BetrachterInnen auslösen.

Götz Bury hält in der Manier eines erfahrenen Fernsehkoches einen Kochkurs für all jene ab, die sich dem rapid wachsenden Heer des internationalen Prekariates zuzählen, sich ihm anzuschließen beabsichtigen, oder einfach nur mit ihm sympathisieren. In sehr anschaulicher Weise werden Techniken vermittelt, die zum (Über-) Leben unter globalisierten Bedingungen beitragen können.