oktober



di 02. oktober 19:00


-Vortrag

cym und Baodo

 

Vortrag von cym mit Präsentation der Webseite 'baodo.mur.at' mit Webpages von Salam Barry, Oghenowede Eyawo, Jean-Baptiste Fouda Atangana, Junior Mandangui, Guayllord Ngov. http://baodo.mur.at

 

Die derzeit im Server des Forum Stadtpark verankerte Medienkünstlerin cym ist von August bis September dieses Jahres gemeinsam mit 6 Künstlern der afrikanischen Künstlergruppe BAODO (=zurück zu den Wurzeln) zu den Wurzeln des Webdesigns zurückgekehrt: in einem Workshop im Afrikahaus und im Stadtpark vermittelte sie der Gruppe html, wie es schon seit 1996 existiert. Das Verstehen dieser Basis trägt zum Verständnis der grundlegenden Strukturen im Netz und im Computer bei. In Analogie dazu wurden verschiedenste Strukturen erforscht - von der Struktur der Bäume im Park bis zur Baumstruktur im Computer. Nach einem Vortrag von cym präsentieren die Künstler von BAODO ihre Webseiten und die parallel dazu entstandenen Bilder (Workshop mit Veronika Dreier). BAODO ist ein Projekt von Veronika Dreier und Karin Zilian (Zebra).

 

 

fr 05. oktober 12:00 – 18:00       steirischer herbst


Symposium

The Real, the Desperate, the Absolute

 

Vorträge: Branko Dimitrijevic (YU), Katerina Dyogut (RUS), Natasa Govedic (CRO), Nebojsa Jovanovic (BiH), Suzana Milevska (MAC), Edi Muka (ALB),

Marina Grzinic (SLO).

Moderation: Georg Schöllhammer (A)

Kuratorin: Marina Grzinic, Projektleitung: Eva Ursprung

 

The Real, the Desperate, the Absolute.

Radikale Praktiken in Photographie, Installationen und Performance.

Eine Ausstellung mit begleitendem Symposium über Kunstsysteme, Darstellungen der Macht, Strategien der Implosion, Perspektiven von Katastrophen, Objekte als Monster. Beziehungen zwischen Globalisierung, Postsozialismus, Kapitalismus, Aktivismus und dem Bild.

“The true horror today are not horrifyingly violent projects in the art, as they function, paradoxically, as a protective shield that is fantasized as such, protecting us from the true horror – the horror of the abstract positioning of East  and West, North and South, art and economy, state terrorism and activism” (Marina Grzinic)

KünstlerInnen und Projekte: 0100101110101101.ORG (I) – radikale Internetprojekte; Association Apsolutno (YU) – Projekte über Wahrheit  und Repräsentation; Vlasta Delimar (CRO) – Performance, Fotografie; Uros Djuric (YU) – Installationen und Massenideologie; ECLIPSE (SLO) – Pornografie und das Medium; IRWIN (SLO) – radikale Politisierung des Alltags; Sejla Kameric (BiH) – Arbeiten im öffentlichen Raum; Ivana Keser (CRO) – radikaler Konzeptualismus; Ilija Soskic (YU/I) with Brunilda Lekunda – Performance, sozialer Aktivismus; Balint Szombathy (H/YU) - Performance; Zaneta Vangeli (MAC) – Video/Film & Projekt: SYSTEM/FICTION/SCIENCE

Marina Grzinic Mauhler arbeitet als Wissenschaftlerin am Institut für Philosophie am ZRC SAZU, Ljubljana, Slowenien. Video- und Medienkunstproduktionen gemeinsam mit Aina Smid; Medientheoretikerin, Kunstkritikerin und Kuratorin.

 

 

sa 6. oktober 19:30                                  steirischer herbst


Ausstellungseröffnung

The Real, the Desperate, the Absolute

Radical practices: Fotografie, Installationen und Performances

mit: 0100101110101101.ORG, Association Apsolutno, Vlasta Delimar, Uros, ECLIPSE, IRWIN, Sejla Kameric, Ivana Keser (CRO), Ilija Soskic (YU/I) with Brunilda Lekunda, Balint Szombathy, Zaneta Vangeli, & Projekt: SYSTEM/FICTION/SCIENCE

 

Ausstellungsdauer: sa 6. oktober – mi 24. oktober

 

20:00 – 21:30

Performances und Präsentationen

IRWIN:  Privatisation of Time

Balint Szombathy: Chimneys (Gone with the wind)

0100101110101101.ORG

Ilija Soskic  & Brunilda Lekunda: Black Heart

 

 

do 11.oktober 21:00


LOUNGE club-abend  (4 nights by evel knievel, g.r.a.m. & tex carter)

 

come out swingin: black music pt. I special guest: binder&kriegelstein (fetish 69, toxic lounge)

 

binder&kriegelstein auf der suche nach dem swing in seiner zeitgenössisch-elektronischen variante. elektronischer pop im mid-tempo bereich, gegen up-tempo strebend. „Big beat“ ist hier das live gespielte schlagwerk, begleitet wird man von der engelsgleichen stimme makki. wie viele andere genuin schwarze musikrichtungen bietet auch das genre „jazz“ ein schier unüberblickbares pool an clubkompatiblem material, das sowohl in der originalen ausführung wie in der von elektronischen clubsounds (nu jazz, house usw.), welche nach zitat und hooklines streben, recycelten variante. nachdem eine allgemein gültige definition dieses genres in seiner diversifiziertheit unmöglich ist und der von pop sozialisierte hörer mit ausufernden improvisationen so seine schwierigkeiten hat, wird man sich wohl auf die suche nach dem kollektiven gefühl „swing“ und „groove“ machen.

 

mi 17. oktober 21:00


LOUNGE club-ab

Here it is again: lasso pt. II special guests: curtis-jensen

 

ein abend, der zwischem selbstmitleidigem trauergestus und manischer ausgelassenheit oszilliert, spiegelt wohl authentisch die zerrissenheit jedes, nach freiheit strebenden, „urban cowboys“  wider. deshalb ist es  wohl ein legitimer ansatz die mythen, gebrochene wie heroische, von „country“ (klassisch wie zeitgenössisch) nochmals zu zelebrieren.

 



do 18.oktober 19:00                     steirischer herbst


Ausstellungseröffnungen

 

the last thing you do if you ever leave

Installation, Konzept und Gestaltung: Lechner/Maier

 

Das Verabschieden von meiner Stadt bedeutet immer das Aufsuchen von spezifischen Orten.  Aus diesen – meinen – Orten speist sich ein Resümee, das nur als ein konkretes Statement enden kann: Spuren hinterlassen, die – ohne verallgemeinerbaren Ursprung oder Wirklichkeit – ein Territorium bezeichnen, das eine Landkarte im Nachhinein nicht zu symbolisieren vermag. Diese Markierungen entspringen einerseits der mentalen Topographie des Fortgehenden, andererseits sind sie oft bloß Teil kollektiver Erinnerungen. Eine mehrteilige Installation zu Manifestationen des Abschieds von Stadt und Raum.

 

 

Architektur und Verbrechen – ‚Tatorte’

eine Installation zur Produktivkraft des Verbrechens für die Entwicklung von Sicherheitstechnik, Architektur und Städtebau in den Kategorien S(mall), M(edium), L(arge) und XL(arge)

eine Materialsammlung von Michael Zinganel

 

Crime does not pay! Falsch, schreibt Karl Marx, Verbrechen zahlt sich sehr wohl aus – nicht immer für den Verbrecher oder sein Opfer, wohl aber für die Gesellschaft. Denn ihm zufolge produziert der Verbrecher nicht nur das Verbrechen selbst, sondern auch alle gegen das Verbrechen gerichteten Maßnahmen. Er produziert die Polizei, das Strafrecht, die Strafjustiz und das Gefängnis, alle Formen von Kriminalberichterstattung: ob in den "schönen Künsten", in wissenschaftlichen Publikationen oder in Massenmedien. Die Angst, die durch reales oder auch nur imaginiertes Verbrechen evoziert wird, bildet sich in unzähligen präventiven bautechnischen, architektonischen und städtebaulichen Maßnahmen ab: Fortifikationsanlagen gegen die Feinde von außen, Kontrollarchitekturen gegen die Feinde von innen. (Projektleitung: M. Zinganel, Katalog: M. Zinganel, Real Crime. Architektur und Verbrechen. edition selene Wien 2001)

 

 

Urban Control – ‚Materialausgabe’

Dokumente und Exponate unter Beteiligung von: Belfast Exposed (Pauline Hadaway, Karen Downey), Catalyst Arts (Stephen Hacketts), Flaxart Studios (Aisling O’Beirn), grassy knoll productions (Eoghan McTigue), Source Magazine (Richard West,

John Duncan), uam., zusammengestellt von Jochen Becker

 

Urban Control – ‚Belfast in Graz’

Strategien der Kontrolle sind seit jeher Bestandteil des urbanen Diskurses. In allen alten gewachsenen europäischen Städten lassen sich historische militärstrategische und soziale Grenzen entweder direkt ablesen oder zumindest rekonstruieren. Besonders signifikant äußern sie sich bis heute in “geteilten” Städten, wie in Belfast, Johannesburg oder Berlin. Jochen Becker untersucht in seinem Schwerpunkt zum Einen inwieweit sich die spezifischen Bedingungen der in der nordirischen Stadt Belfast lebenden KünstlerInnen und KulturproduzentInnen auf ihre Arbeiten auswirken und zum Anderen ob und wann analoge Mechanismen auch in “harmonisch” erscheinenden Sozialgefügen wie jenem der Stadt Graz wirksam waren oder sind

 

 

21:00

Live TV-ShowArchitektur und Verbrechen – ‚Der Prozess’

Künstlerische Indizien für die Produktivkraft des Verbrechens in einem Set nach Aktenzeichen XY mit Stargästen aus Kunst, Architektur und Kriminologie, moderiert von Michael Zinganel

 

Das vermeintliche Verbrechen eröffnet so einen beträchtlichen Markt, es trägt - so Karl Marx - mehr zur Vermehrung des Nationalreichtums bei als so manch anständigeres Gewerbe, und wenn es einmal zu verschwinden droht, so wird es eben neu erfunden - von den Nutznießern der Angst: von Polizisten, Politikern und Planern, von der Baustoff-, Sicherheits- und Versicherungsindustrie – aber auch von Künstlern und Kulturwissenschaftern, denen es das Thema ihrer Projekte liefert.

 

 

 

 

fr 19. oktober 14:00                                 steirischer herbst


Stadtführung

Urban Control – ‚Belfast in Graz’

 

mit Joachim Hainzl, Clio – Verein für Geschichts- und Bildungsarbeit

Treffpunkt Forum Stadtpark

 

 

sa 20. oktober 14:00                    steirischer herbst


Symposium

Urban Contol – ‚Kunst & Urban Politics‘

mit Gästen und Kulturinitiativen aus Belfast: Belfast Exposed (Pauline Hadaway, Karen Downey), Catalyst Arts (Stephen Hackett), Flaxart Studios (Aisling O’Beirn), grassy knoll productions (Eoghan McTigue), Source Magazine (Richard West, John Duncan)

 

Die bürgerkriegsartige Belagerung von Nordirland steht für ein agressives Modell in Stein gemauerter städtischer Kontrolle. Die Konfliktlinien sind in Belfast besonders deutlich markiert. Hier gibt es klar gespaltene Wohnbezirke – zumeist der Arbeiter- oder wohl eher der Arbeitslosenklasse – wie auch gemischte Terrains (Einkaufsinnenstadt, Vergnügungs- und Universitätsviertel, Villengegend). Hinzu kommen durch Zäune und Wachschutz abgeschottete Bürokomplexe gleich gegenüber der konkursreifen Werft, welche die Titanic gebaut hatte.

Der im Stein manifeste Seperatismus in Nordirland ist eine Staatsarchitektur, deren Entsprechungen “hier” weitaus unkenntlicher scheinen. Dies formuliert sich hier eher in juristischen Grenzziehungen, sozialpolitischen Bastionen und tagtäglichen Normalisierungsphantasmen. Projektleitung: Jochen Becker

 

 

21:00

Filmprogramm auf der Terrasse

Urban Contol – ‚Wahrheit & Versöhnung‘

Frances Reid / Deborah Hoffmann ‚Long Night's Journey into Day‘

 

 

do 25. oktober 21:00


LOUNGE club-abend

fuck you heroes: dark ages revisited special guests: chuzpe 77  

fuck you heroe„chuzpe 77“ ist ein nachfolgeprojekt der legendären österreichischen 80er-jahre heroen „chuzpe“. folgender hinweis sei aber ausgesprochen: konzentrieren wird sich diese formation in ihrer persönlichen geschichtsrevitalisierung aber ausschliesslich auf die brachial-zornige phase des punk. wie kaum andere phasen der jugendkultur waren das ende der 70er und die 80er abseits des mainstreams von einer resignativen coolness und einer in sich gekehrten „don´t give a shit“-haltung, resultierend aus dem zorn des punk, geprägt..

 

mi 31.oktober 21:00


LOUNGE club-abend

under the mirrorball: black music pt. II special guest: sven gächter / jeremiah
 

seit den sechzigern existiert der begriff disco der, abgesehen von seiner definition einer historischen musikrichtung, sowohl den glamourösen ort des tanzgeschehens und der hedonie wie auch ein lebensgefühl mehrerer generationen in den verschiedensten varianten repräsentiert. neben seiner wirkung als eigenes popgenre, als eine tanzbodenkompatible fusion von soul, funk und rock, ist vor allem seine nicht übersehbaren auswirkungen auf zeitgenössische stile elektronischer musik (house, techno und euro dance etc.) von bedeutung.