Die Initiative gegen Bezahlkarte Graz ist ein Zusammenschluss von Menschen, die solidarisch mit Geflüchteten und Vertriebenen – mit Menschen, die aufgrund von fehlender Perspektive, Krieg, Verfolgung oder der Hoffnung auf ein besseres Leben geflohen sind. Sie stellt sich gegen die zunehmend autoritäre, politische und gesellschaftliche Atmosphäre, die (vorallem nicht-weiße) Asylbewerber*innen kriminalisiert und ausgrenzt. Soziale Probleme bedürfen einer solidarischen gesamtgesellschaftlichen Lösung, die nicht darin bestehen kann, einzelne Bevölkerungsgruppen auszuschließen.
Was ist die Bezahlkarte?
Die Bezahlkarte ist eine physische Karte, auf die die monatliche Grundversorgung gebucht wird. Das „Taschengeld“ von 40 € pro Monat kann abgehoben werden. Das restliche, wenige Geld kann derzeit nur in Geschäften mit der Möglichkeit, mit Bankomatkarte zu zahlen, ausgegeben werden – Jedenfalls nicht in Sozialmärkten, oder bei dem kleinen Lebensmittelgeschäft an der Ecke. Allerdings kann die Verwendung der Bezahlkarte jederzeit von der Regierung auf bestimmte Geschäfte, das Landesgebiet, ein Bezirksgebiet oder einzelne Lebensmitteleinzelhändler des Bundeslandes bzw. des Bezirkes beschränkt werden. Überweisungen sind nicht möglich.
Solidarisch zeigen?
Tausche dein Bargeld gegen Gutscheine! Die Idee (und in vielen Städten in Deutschland schon gelebte Praxis) ist, dass Menschen mit Bezahlkarte in Geschäften (zB Spar, DM, Lidl, Hofer,..) Gutscheine kaufen und gegen dein Bargeld eintauschen. Wir brauchen also solidarische Menschen, die anderen mit dem Tausch ein Stück Selbstbestimmung zurückgeben wollen. In Graz wird das an den unterschiedlichsten Orten möglich sein.
Fast jeden Monat ist eine andere Initiative, Gruppe oder Kollektiv zu Gast, bei der oder dem ihr gemeinsam vegetarisch oder vegan essen und euch ungezwungen austauschen könnt. Das Essen bekommt ihr gegen eine freiwillige Spende, die Einnahmen des Abends kommen der jeweiligen Initiative zugute.