Ausstellung

Sisterhood & Gentle Men

Eröffnung: Fr, 13.07., 19:00 Uhr, Hauptraum, Eintritt frei
Ausstellung: Sa, 14.07 - Fr, 10.08., Di-Fr 11:00-18:00 Uhr, Sa 11:00-16:00 Uhr, Hauptraum, Eintritt frei


Lebenswelten und Realitäten von Frauen* sowie die Vielschichtigkeit von Gender(-konzepten) stehen im Mittelpunkt der Foto-Ausstellung. Zentrales Thema ist der Körper in Auseinandersetzung mit Gesellschaft und Politik. Bedingt durch kulturelle Einflüsse werden Formen eines weiblichen* „wir“ sichtbar: sisterhood. Teils daraus ausgeschlossen, teils in die Verantwortung gezogen wird auch das Bild von Männlichkeit* neu gezeichnet (gentle men).

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FORUM STADTPARK 2018
Rathaus der Herzen IV

Wir nach dem Wir

Juni / Juli / August


Das Programm für Juni, Juli und August findet ihr hier.

FORUM STADTPARK 2018 - Rathaus der Herzen IV

Jahresthema: Wir nach dem Wir


 
Wir-Lexikon


Das existenzielle Wir: Wir im Sinne alles Existierenden in Abgrenzung zum Nichts;
Das planetarische Wir: Wir im Sinne des Planeten Erde in Abgrenzung zum Weltall;
Das Wir des Lebendigen: Wir im Sinne alles lebenden in Abgrenzung zur Welt der Dinge bzw. dem noch-nicht- und nicht-mehr-Lebendigen;
Das Menscheits-Wir: Wir im Sinne der menschlichen Gattung in Abgrenzung zur Natur bzw. dem Tierreich;
Das zeitgenössische Wir: Wir im Sinne einer momentanen Zeitlichkeit in Abgrenzung zu früheren oder späteren Zeiteinheiten bzw. Generationen;
Das religiöse Wir: Wir im Sinne einer Religionsgemeinschaft in Abgrenzung zu anderen Glaubensrichtungen oder Menschen ohne Bekenntnis;
Das westliche Wir: Wir im Sinne eines kulturellen „Westens“ oder „Nordens“ in Abgrenzung zum vermeintlichen „Orient“ oder „Nicht-Westen“ bzw. „Süden“;
Das zivilisatorische Wir: Wir im Sinne einer Hochkultur in Abgrenzung zu allen vermeintlich weniger zivilisierten Gesellschaften;
Das staatliche Wir: Wir im staatlichen Sinne in Abgrenzung zu anderen Staaten bzw. staatenlosen Personen;
Das völkische Wir: Wir im Sinne einer vermeintlichen Volkseinheit in Abgrenzung zu anderen Ethnien bzw. ethnisch nicht eindeutig zuordenbaren Personen;
Das kulturkämpferische Wir: Wir im Sinne einer Kultur verstanden als Kreis oder Feld in Abgrenzung zu anderen vermeintlichen kulturellen Einheiten bzw. Zwischenräumen;
Das geschlechtliche Wir: Wir im geschlechtlichen Sinne in Abgrenzung zum „anderen“ Geschlecht bzw. Geschlechtern bzw. geschlechtslosen oder geschlechtlich uneindeutigen Menschen;
Das sexuelle Wir: Wir definiert durch eine bestimmte sexuelle Präferenz Abgrenzung zu Menschen anderer sexueller Vorliebe oder Vorlieben;
Das städtische Wir: Wir im Sinne einer städtischen Einheit in Abgrenzung zur Peripherie bzw. zu anderen Städten;
Das ideologische Wir: Wir im Sinne einer politisch/weltanschaulichen Stoßrichtung in Abgrenzung zu anderen Strömungen oder Zwischenströmungen;
Das klassenkämpferische Wir: Wir als gesellschaftliche Klasse in Abgrenzung zu anderen Klassen bzw. nicht zu Klassen zuordenbaren Personen;
Das Milieu-Wir: Wir im Sinne eines gesellschaftlichen Feldes / Milieus in Abgrenzung zu anderen gesellschaftlichen Gruppen oder Außenseiter*innen;
Das vernetzte Wir: Wir im Sinne eines Netzwerks in Abgrenzung zu allen nicht vernetzten Teilen der Gesellschaft;
Das arbeitende Wir: Wir im Sinne einer beruflichen Kategorie in Abgrenzung zu anderen ökonomischen Sparten bzw. zu nicht-arbeitenden Personen;
Das familiäre Wir: Wir im Sinne einer familiären Einheit in Abgrenzung zu nicht verwandtschaftlich verbundenen Personen;
Das verortete Wir: Wir im Sinne eines Ortes in Abgrenzung zum Um- oder Zwischenraum;
Das flüchtige Wir: Wir im Sinne einer kurzfristigen, anlassgegebenen Einheit bzw. Verbrüderung oder Verschwesterung trotz offensichtlicher Unterschiedlichkeiten;
Das utopische Wir: Ein Wir, das seine Definition – mit oder ohne notwendige Abgrenzungsmenge – als utopische Größe festlegt und durch seine Praxis Wir-Definitionen infrage stellt und unterläuft;



Das Rathaus der Herzen ist der Versuch eines Raumes, in dem an einer das Gegebene überwindenden Wirklichkeit gebaut wird – und zwar mit den Mitteln der Kunst und des Diskurses. Es ist eine Art kulturelles Widerlager, von wo aus Realitäten, Normalitäten und Formalitäten nicht nur repräsentiert, sondern bestritten und gewendet werden. Dabei verpflichtet sich das Rathaus der Herzen nicht allein der Kraft des Impulsiven, sondern bekennt sich vielmehr zur Vertiefung und zur Langsamkeit als Methode, um dem Rhythmus des Lebens Sinn zu verleihen. Von hier aus wollen wir sorgfältiger und tiefergreifender über die Dinge nachdenken, als dies andernorts möglich ist.
In Umbruchs- und Krisenphasen, in denen gewichtige Institutionen ihre Wirkmacht verlieren, Kräfteverhältnisse neu ausgehandelt werden und die Ängste vor der Zukunft die Gegenwart zu durchdringen scheinen, muss es Raum geben für die unaufgeregte Suche nach dem Neuen. Dieses Neue, an dem hier gearbeitet wird, zielt langfristig auf nichts weniger ab, als auf das Entwerfen und Austesten von neuen Bezugspunkten, Schnittmengen und Vielheiten: kurz, auf neue Inhalte für das Konzept „Wir“.
Diese Frage nach dem Wir ist wichtiger denn je, erheben doch jene gesellschaftlichen Kräfte Anspruch auf seine Definition, die dieses Wir als exklusiv und unveränderlich, als eine Art Besitz verstehen. Fest steht: Das Wir, von dem im Rathaus der Herzen geträumt wird, sieht anders aus. Es stellt sich bloß die Frage: Wie genau?
Die fragende Suche nach neuen, emanzipativen Vielheiten läuft über die Reflexion des Gegebenen. Im Rathaus der Herzen wird dies seitens der Künste aufgenommen, die ihre kunstgeschichtlich gewachsene Rahmung nicht als die Grenze ihres Wirkens verstehen, sondern an Überschreitungen und Untergrabungen arbeiten. In deren freiem Spiel liegt die utopische Praxis, die unseren Sprung ins Ungewisse leichtfüßig macht.

Stipendiat*innen

Styria Artist in Residence

„St.A.i.R. - Styria-Artist in Residence" ist die Weiterentwicklung des international erfolgreichen Atelierprogramms „RONDO-Artist-in-Residence".

Aus den Einreichungen sprach die Jury eine Empfehlung für Stipendien für 16 Künstler*innen aus zahlreichen Ländern in Europa, Asien und Amerika aus. Diese werden im laufenden Jahr ein bis fünf Monate in der Steiermark leben und arbeiten. Für die Unterbringung wurden Wohnräume im Campus des Afro-Asiatischen Instituts Graz angemietet.

Die Betreuung der Künstlerinnen und Künstler und die Vernetzung mit der heimischen Szene erfolgt durch verschiedene Grazer kulturelle Institutionen wie dem Afro-Asiatischen Institut, der Akademie Graz, dem Atelier Schaumbad, dem Atelier Schillerstraße 31, dem Ensemble Schallfeld und dem Ensemble Zeitfluss.

Die StAiR-Stipendien werden ermöglicht durch das Land Steiermark.



2018 wurden bereits Nika Rukavina und Helen Anna Flanagan vom FORUM STADTPARK betreut.

Leinwandliteraturmagazin

GLORY HOLE – nachrichten von drüben

jede Nacht, auf der Außenleinwand des FORUM STADTPARK


Das Leinwandliteraturmagazin «GLORY HOLE – nachrichten von drüben» geht in sein viertes Jahr: Bereits 33 Ausgaben wurden seit 2013 jede Nacht auf die Außenleinwand des FORUM STADTPARK projiziert. Auch 2018 werden sich wieder Autor*innen mit gemeinen Kurzformen beschäftigen und neue Ausgaben verfertigen.

Zum Nachlesen: www.vimeo.com/channels/gloryhole

Offenes Netzwerk

IG putzen


IG putzen richtet sich gegen die Verbotskultur im öffentlichen Raum und widmet sich der Reflexion und Praxis einer Offenen Stadt.

Offenes Netzwerk von:

Akademie Graz, Elevate - Festival für zeitgenössische Musik, Kunst und politischen Diskurs, ESC medienkunstlabor, ETC Europäisches Trainings- und Forschungszentrum für Menschenrechte und Demokratie, Forum Stadtpark, GrazMuseum, Institut für Kulturanthropologie der KFU Graz, InterACT - Werkstatt für Theater und Soziokultur, La Strada - Internationales Festival für Straßen- und Figurentheater, Xenos – Verein zur Förderung der soziokulturellen Vielfalt
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