Ausstellung 11.06.22 - 07.07.22, Eröffnung: 11.06., 12:00-22:00 Uhr, Öffnungszeiten: 14.06. - 07.07., Di-Sa 14:00-18:00 Uhr | CRKF+ s. Details Hauptraum Eintritt: Kostenlos

Kindersicherheitsmesse

Forum Stadtpark – Zentrum für Sicherheit

Alle sind sich einig: „Unsere” Kinder können gar nicht sicher genug sein – und dennoch setzen wir in der Gegenwart die Sicherheiten kommender Generationen massiv aufs Spiel.
Dem heiligen Minenfeld der Kindersicherheit nähert sich das FORUM STADTPARK mit schwarzem Humor. Die Ausstellungs-Messe lotet spielerisch aus, was sag- und tragbar ist, zeigt Verstörung und Übertreibung, Widerspruch und Doppelmoral.
Kinder haften für ihre Eltern!

Messeaussteller:innen:
Stefanie Sargnagel, Mikhail Karikis, Darren Cullen, Barbi Marković, Edith Payer, Christoph Schwarz, Total Refusal, Das Planetenparty Prinzip, Rosa Wallbrecher, Katalin Kortmann Járay, Ach&Krach, Patrick Wurzwallner & Fiston Mwanza Mujila u.v.m.

CRKF+ Öffnungszeiten:
Sa, 24.06. | 14:00 - 21:00

Kindersicherheitsmesse

Zentrum für Sicherheit

Kindersicherheitsmesse

Sicherheit auf dem Rücken der Kinder verhandeln!

Alle sind sich einig: Die Sicherheit von Kindern ist wichtig. Sehr wichtig! Kinder können – so scheint es – gar nicht sicher genug sein. Eine unerfüllbare Maxime, die Spielplätze, Stiegenhäuser und Gesetzestexte prägt, zivilgesellschaftliche Initiativen auf den Plan ruft und Produktsegmente hervorbringt. Und dennoch setzen wir durch den Status quo die Sicherheiten kommender Generationen massiv aufs Spiel. Kinder blicken einer Zukunft entgegen, die nicht nur angesichts einer fast ungebremst anrollenden Klimakatastrophe alles andere als sicher ist. (Eine Tatsache, die viele Kinder längst erkannt haben).

Es stellen sich die Fragen: Was gilt für Kinder als „sicher”, was als „unsicher” – und warum ist das so? Welche Interessen und Moralvorstellungen rahmen unser Reden über die Kindersicherheit? Mit welcherlei Maß wird hier gemessen? Und was wäre eigentlich zu tun?

Der Fokus dieser Ausstellung liegt – das wollen wir voranstellen – auf jenen Kindern, die im öffentlichen Diskurs Österreichs landläufig als „unsere Kinder” bezeichnet werden. Jene jungen Menschen, die in der Mitte dieser Gesellschaft geboren sind und in der Regel keine existenziellen Unsicherheiten in ihrem Alltag erleben. Die Wichtigkeit der Sicherheit dieser Kinder ist, im Unterschied zu Kindern anderer Eltern, ein unhinterfragbarer gesellschaftlicher Konsens – und gerade deswegen lassen sich daran moralische Doppelstandards und Widersprüchlichkeiten exemplarisch festmachen.

Trotz der schwarzhumoristischen Annäherung, die diese Ausstellungs-Messe an das heiligen Minenfeld der Kindersicherheit wagt, ist das Anliegen ein ernstes: Sicherheit für Kinder kann nicht (nur) dadurch hergestellt werden, dass diese „zu ihrem eigenen Schutz” permanent überwacht und in kindgerechte Sonderwelten verbannt werden. Vielmehr muss es darum gehen, eine Realität zu schaffen, die kommenden Generationen eine nachhaltige, gerechte, sorgsame und friedliche – also sichere – Zukunft ermöglicht. Wenn wir diesen Anspruch ernst nehmen, müssen wir die Grundfesten dessen infrage stellen, was wir als „normal” erachten. Im Namen der Kindersichererheit muss sich alles ändern. Schließlich gilt aus der Sicht zukünftiger Generationen: Kinder haften für ihre Eltern!