Diskurs 02.12.26, 18:30 Eintritt: Kostenlos

lonely planet 4

Queering the Game

FORUM STADTPARK – Island of Loners / Insel der Einsamen lonely planet

Digitale Räume ermöglichen neue Formen von Zugehörigkeit: Virtual Kin und Chosen Families sind Ausdruck queerfeministischer und solidarischer Gegenkulturen. Zeitgleich werden Gaming-Communities und digitale soziale Räume zunehmend politisch umkämpft und zu Mobilisierungszwecken der neuen Rechten benutzt: Begriffe wie Male Loneliness Epidemic, Incels oder die Manosphere inszenieren die Einsamkeit junger Männer als Folge feministischer Errungenschaften.

Ein diskursiver Abend mit Simoné Goldschmidt-Lechner (Autorin, Nerd Girl Magic, Verbrecher Verlag 2025), Aurelia Brandenburg (Historikerin, Arbeitskreis Geisteswissenschaften und Digitale Spiele) und Elli Scambor (​​Männlichkeiten- und Geschlechterforscherin, VMG Graz)
Moderation: Kathrin Trattner (Expertin für digitale Medien, Gender und Religion)
Kuratiert von Julia Knaß und Annika Stich

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Kurzbiographien

Aurelia Brandenburg

ist Historikerin und Doktorandin im SNF-Forschungsprojekt „Confoederatio Ludens“ an der Hochschule der Künste Bern. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen besonders in den geschichtswissenschaftlichen Game Studies und der Geschichte digitaler Spiele, meist mit Schwerpunkt auf Gender und Queerness. Sie ist außerdem Mitglied im Arbeitskreis Geisteswissenschaften und Digitale Spiele (AKGWDS) und seit 2020 in seinem Vorstand aktiv.

Simoné Goldschmidt-Lechner (sgl)

schreibt, übersetzt und arbeitet als interdisziplinäre Künstlerin und Autorin. Simoné nutzt Wortkunst als gesellschaftliche Intervention und zeigt in unterschiedlichen Genren marginalisierte Perspektiven auf. So auch in ihrem 2025 erschienen Sachbuch Nerd Girl Magic, einem Buch über Fandom aus marginalisierter Perspektive.

Elli Scambor

ist Soziologin, Pädagogin und Geschlechterforscherin sowie Geschäftsleiterin des Instituts für Männer- und Geschlechterforschung. Sie leitet nationale und internationale Forschungs- und Bildungsprojekte zu Männlichkeiten, Gewaltprävention und Geschlechterverhältnissen. Zudem ist sie als Lektorin an mehreren Hochschulen tätig und wurde 2016 mit dem Käthe-Leichter-Preis ausgezeichnet.

Moderation:

Kathrin Trattner

ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im UFSP «Digital Religion(s)» im Projekt «Synthetische Realitäten. Generative KI und digitale Bildkompetenz» an der Universität Zürich. Sie studierte Germanistik und Religionswissenschaft an der Karl-Franzens-Universität Graz und forscht zu Identitäts- und Alteritätsdiskursen im Kontext von Gaming und Social Media sowie zu Rechtsextremismus und Internet-Kulturen.

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