Auftaktveranstaltung der Reihe „Strukturen der Einsamkeit im Literaturbetrieb“
11.6.2026, 19:00 Uhr / OG:
Präsentation der manuskripte 251: Lesung und Gespräch zum Thema Schreiben ist (k)eine einsame Angelegenheit
Strukturen im Literaturbetrieb und Wege zu Solidarität und kollektiven Praktiken
Wie prägen prekäre Arbeitsbedingungen, fehlende soziale Absicherung oder die mangelnde Vereinbarkeit von Care-Arbeit und künstlerischer Praxis das literarische Arbeiten?
Und welche solidarischen, kollektiven Modelle können dieser Vereinzelung entgegenwirken?
Zum Auftakt lesen Slata Roschal und Sarah Berger aus der aktuellen Ausgabe der manuskripte. Im anschließenden Gespräch diskutieren die beiden Autor:innen gemeinsam mit Lidija Krienzer-Radojević (IG Kultur) über strukturelle Einsamkeit im Literaturbetrieb und mögliche Wege zu mehr Solidarität und gemeinschaftlichen Praktiken.
Wir freuen uns auf einen gemeinsamen Abend voller Austausch, Kritik und Perspektiven auf andere Formen des Zusammenarbeitens.
Moderation: Julia Knaß (Leitung Sparte Literatur), Andreas Unterweger (Herausgeber der Zeitschrift manuskripte)
Die Veranstaltung ist eine Kooperation von manuskripte und dem Forum Stadtpark.
FORUM STADTPARK & manuskripte
1992 in St. Petersburg/Russland geboren, 1997 Umzug nach Deutschland. Studierte Slawistik, Germanistik, Komparatistik in Greifswald, promovierte 2021 an der LMU München zu Männlichkeiten und Dostoevskijs Untergrundmenschen. Lyrikbände Wir verzichten auf das gelobte Land (Reinecke & Voß 2019), Wir tauschen Ansichten und Ängste wie weiche warme Tiere aus (hochroth 2021), Ich brauche einen Waffenschein ein neues bitteres Parfüm ein Haus in dem mich keiner kennt (Wunderhorn 2025). Romane 153 Formen des Nichtseins (homunculus 2022, Penguin 2024) und Ich möchte Wein trinken und auf das Ende der Welt warten (Ullstein/claassen 2024). Der nächste Roman erscheint im Sommer 2026 bei Ullstein/claassen.
ist Autor_in, Fotograf_in und Performancekünstler_in und arbeitet seit über einem Jahrzehnt mit autofiktionalen Texten, Fotografien und Social-Media-Collagen in verschiedenen digitalen Formaten. Bergers künstlerische Praxis gründet in einer queer-feministischen Haltung und bewegt sich zwischen introspektiver Beobachtung und gesellschaftskritischer Analyse. 2017 erschien im Frohmann Verlag der Band Match Deleted – Tinder Shorts, gefolgt von weiteren Veröffentlichungen u. a. bei Sukultur, Herzstückverlag, im Metamorphosen Magazin, in Pop Kultur und Kritik, der Berliner Zeitung und im Literaturmagazin Glitter. Zuletzt erschien 2026 der literarische Essay HOW YOU’RE HOLDING UP in der Anthologie Solidarisch Literarisch im Verbrecher Verlag.
ist Kulturanthropologin, Geschäftsführerin der IG Kultur Steiermark und Vorstandsmitglied der IG Kultur Österreich.