Im Gespräch mit Lea-Riccarda Prix stellt Eva von Redecker ihr neues Buch Dieser Drang nach Härte (S.Fischer, 2026) vor. Die darin entwickelte Faschismustheorie betont, dass rechte Mobilisierung vor dem Horizont einer verschlossenen Zukunft erfolgreich ist. Sie schlägt Kapital aus Destruktion. Gegen diese Dynamik helfen weder moralischen Apelle, noch kann ihr aus dem Paradigma industrieller Produktion heraus widerstanden werden. Doch eine „andere“, das heißt transformative und zugleich bedürfnisorientiert-erhaltende Arbeit kann die Zukunft neu öffnen, ohne unverjährbares Leid verdrängen zu müssen.
Mit Eva von Redecker (HfbK Hamburg) und Lea-Riccarda Prix (TU Dortmund).
Moderation: Cosmo Cortolezis
Organisiert von Annika Stich
Kurzbiographien
ist Philosophin und freie Autorin. Sie beschäftigt sich u.a. mit Kritischer Theorie, Feminismus und Autoritarismus. Im »Maschinenraum der Zukunft« (Deutsches Schauspielhaus Hamburg) spricht sie regelmäßig mit ihren Gästen über Zukunftsvisionen und Künstliche Intelligenz.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Philosophie und Politikwissenschaft an der TU Dortmund. Sie forscht zu Sozial- und politischer Philosophie, feministischer Philosophie sowie Kritischer Theorie.
(they/er) lehrt zu Vielfalt, Antifeminismus, Medien und Politischer Bildung. Schwerpunkte: Queer Theory, Körperpolitiken, Vulnerabilität, Utopien und Widerständigkeiten.
Bild: Sophie Brand, Marvin Ester